Ob sich Altes mit Neuem gut verbinden lässt, ist eine interessante Frage. Diese durfte sich auch der Englischkurs Jg. 12 von FrauTegethoff stellen, denn es hieß: Ab ins Stadttheater! Was uns dort erwartete? Shakespeares "Macbeth". Doch nicht etwa in der üblichen Verbindung von Text und Schauspiel, sondern dargestellt von der Tanzkompanie des Gießener Stadttheaters und der Jazzband "lines & rhythm". Wir sahen uns also "Macbeth" getanzt an.
Worum geht es in "Macbeth"? Es beginnt damit, dass drei Hexen dem königlichen Heerführer Macbeth und dessen Freund Banquo die Zukunft in einer Prophezeiung vorhersagen. Macbeth soll König von Schottland werden, Banquo jedoch soll der wirkliche "Vater" der zukünftigen Thronfolger Schottlands sein. Da Macbeths Ernennung zum König von Schottland noch in weiter Ferne liegt, mischt sich dessen Frau, Lady Macbeth, ein. Sie drängt ihren Mann dazu, König Duncan von Schottland zu töten, damit er König wird. Macbeth entwickelt sich in der Folge zum Tyrannen, während seine Frau nicht mehr mit der Schuld leben kann und Selbstmord begeht. Macbeth ist fest davon überzeugt, dass sich die Prophezeiung erfüllt. Deshalb fürchtet er Banquo, der Stammvater der königlichen Linie sein soll. Also bringt Macbeth auch ihn um. Inzwischen reist Macbeths Rivale Macduff nach England, um sich mit Malcom zu verbünden. Wütend darüber tötet Macbeth seine Familie. Die beiden treffen im Zweikampf aufeinander. Die Prophezeiung besagt, dass kein Mensch, der von einer Frau geboren wurde, Macbeth töten kann. Macduff aber kam per Kaiserschnitt zur Welt. Er besiegt Macbeth und Malcom wird König von Schottland.
Soweit zum Inhalt des Werks von Shakespeares. Es war gut „übersetzt“ - sofern man eine Ahnung vom Verlauf des Dramas hatte, was bei vielen aus dem Kurs eher wenig der Fall war. So kam es, dass langsam mit dem Verlauf des Stückes das ein oder andere Fragezeichen über unseren Köpfen erschien. Es war nicht immer offensichtlich, welche Charaktere von welchen Tänzern dargestellt wurden oder wo wir uns gerade befanden. Dies wurde uns zunehmend erschwert, da die Regisseure Handlungen in das Stück einbauten, die im Original nicht zu finden waren. Jedoch gab es auch positive Aspekte, wie beispielsweise die Darstellung der Hexen und ihre Rolle im gesamten Werk. Oder die Darstellung Lady Macbeths und wie sie langsam an ihren Schuldgefühlen zerbricht und versucht sich von der Schuld "zu säubern". Auch die Idee, wie es nach dem Tod weitergeht, war eine interessante Ansichtsweise. Wer rechnet schon damit, dass man nach dem Tod mit den Menschen feiert, die man mal verloren hatte? Auch die Einbindung der Band "lines & rhythm" in das Stück war eindrucksvoll umgesetzt. Die Musiker integrierten sich sowohl auf der Bühne (zentral im Stück) als auch dahinter (in der Bühnendeko) und waren im Gesamtbild dadurch mehr als nur die "Begleitmusik".
Fazit: Ohne Vorkenntnisse zu Shakespeares "Macbeth" wäre das Stück ein reines Ratespiel geworden. Man hätte sich einzelne Handlungen zusammenreimen können, dennoch wäre das Gesamtbild schleierhaft geblieben. Wir danken an dieser Stelle Frau Tegethoff für ihre aufklärenden Worte innerhalb der Pause. Dadurch wurden einige Fragezeichen zu "Ausrufezeichen". Für Zuschauer mit etwas Vorwissen ist das Theaterstück sehr gut als Tanzperformance dargestellt. Es hat Klasse, Anmut und Stil und ist sowohl interessant als auch anspruchsvoll. Die Kostümierung passt sehr gut zum Stück, das von Anbeginn an eher düster ist. Jedoch muss der Zuschauer an einigen Stellen etwas Durchhaltevermögen beweisen, da sich ein paar Szenen in die Länge ziehen. Das Theaterstück ist für fast jedes Alter geeignet. Man sollte ein wenig Interesse für moderne Inszenierungen (und Shakespeare) mitbringen und sich auf "Neues" einlassen können, dann wird der Besuch zum Erlebnis. Wer die klassische Form des Theaterstückes bevorzugt und gesittete Handlungen mag, könnte vielleicht Schwierigkeiten damit haben. Alles in allem ist "Macbeth" als Tanzstück jedoch ein interessantes Werk. Die Akteure haben es geschafft, "Altes" mit "Neuem" gut zu verbinden.
Dunja Müller, Jahrgang 12
|
Kunst bildet, deshalb hat die Klasse 11G2 eine Studienfahrt nach Frankfurt ins Museum für moderne Kunst (MMK) unternommen.
Das Museum zeigt wechselnde Sonderausstellungen renommierter Künstler. Wir hatten das Glück, durch die Ausstellung der Werke von Andy Warhol geführt zu werden. Vom Crashauto bis zur Tomatensuppe, von Marilyn Monroe bis zur Waschpulververpackung waren alle bekannten Exponate von ihm zu sehen. Die Erläuterungen der Kunststudentin, die uns durch das Museum begleitete, haben uns die Ausstellungsstücke nahegebracht.
Barbara Rustige 17.04.2012
|
Gibt es einen schöneren Tag im Leben als den vermeintlich letzten Schultag in der 13? Wohl kaum, deshalb muss dieser auch gebührend gefeiert werden. Die Tutorengruppen Frau Schlosser, Frau Rustige und Herr Hauptmann haben am 13.5.2011 ihren gemeinsamen Abschluss begangen.
Nach einer zweistündigen Liebigwanderung in Kleingruppen mit einem Fragenkatalog zu Liebig durch das liebliche Gießen wurde gemeinsam am Ski- und Kanuclub Gießen an der Lahn gegrillt und gefeiert.
An der Lahn darf selbstverständlich auch nicht fehlen, sich auf das Wasser zu begeben. In Kanus und Kanadiern durften die Schülerinnen und Schüler Erfahrungen mit dem Paddel machen. Ein Höhepunkt dabei war sicherlich, die Bootsrutsche mit dem 10er Kanadier mit viel Geschrei herunterzugleiten. Begleitet wurde die Gruppe vom Kollegen Markus Wißner und einem Vorstandsmitglied des SKC, Herrn Harry Jungk.
Mit diesem Tag fand die Schulzeit an der FFS einen würdigen Ausklang. Nach bestandenen mündlichen Prüfungen wird am 16.6.2011 noch gemeinsam der Abiturball 2011 gefeiert.
Barbara Rustige
|
Die diesjährige Abschlussfahrt führte uns, die Tutorengruppen Rustige und Schlosser, in die Bundeshauptstadt Berlin. Vom 30.08.10 – 03.09.10 erkundeten wir den deutschen Großstadtdschungel und verschafften uns Einblicke in die Kultur der größten und vermutlich wichtigsten Stadt der Bundesrepublik. Bereits am ersten Tag bekamen wir einen Abriss der Berliner Zeitgeschichte in Form der „Story of Berlin“-Ausstellung samt Führung durch einen ehemaligen Atomschutzbunker aus dem Kalten Krieg. Am Abend bereitete uns eine Vorstellung des Polit-Kabaretts „Die Stachelschweine“ auf den anstehenden Bundestags-, besser gesagt Reichstagsbesuch vor. Doch bevor es soweit war, führte uns eine Stadtrundfahrt am nächsten Morgen zu den Sehenswürdigkeiten. Vom Brandenburger Tor bis zum Fernsehturm, von der (leider verhüllten) Siegessäule bis zum Botschaftsviertel, vom Berliner Dom bis zum Checkpoint Charlie, von den sozialen Hauptschlagadern wie Alexanderplatz oder Kurfürstendamm zum politischen Herzen, dem Regierungsviertel, und so weiter und so weiter. Schließlich stimmte uns ein Rundgang durch das Holocaust-Denkmal nachdenklich, bevor wir bei einem Informationsvortrag im Plenarsaal mit immensem architektonischem, historischem und politischem Wissen über Reichstagsgebäude und Bundestag „gespeist“ wurden. Ein Kinobesuch rundete den Abend ab. Der nächste Tag führte uns ins schöne Potsdam und hielt, neben einer weiteren Stadtrundfahrt zu Potsdams gartenreichen Schlössern, eine Betriebsbesichtigung bei der Entwicklerfirma „Oracle“ bereit. Deren Mitarbeiter informierten uns nicht nur über das Unternehmen, sondern diskutierten mit uns, erzählten eifrig über sich, zeigten uns ihren Arbeitsplatz und versorgten uns mit dem Lebensnotwendigen: Essen und Trinken. An unserem letzten vollen Tag in Berlin stand noch einmal „Museum“ auf dem Programm. Die Stadt bot reichlich Auswahl. Das Pergamon auf der Museumssinsel (gegenüber von Angela Merkels Privatwohnung) war eine Möglichkeit, doch auch „Madame Tussaud’s“ oder das Naturkundemuseum wurden besucht. Der Nachmittag zur freien Verfügung zeigte uns noch einmal Berlins Größe, im Ganzen wie im Kleinen, als wir Kilometer um Kilometer durch die Stadt hetzten oder im KaDeWe verzweifelt nach dem Ausgang suchten. Zu guter Letzt besuchten wir eine Vorstellung der „Blue Men Group“ oder das einst ostdeutsche Kabarett „Distel“ und beendeten unsere Abschlussfahrt mit einem kurzen Ausflug ins Berliner Nachtleben. Am vierten Tag verließen wir das pulsierende Berlin entlang der ehemaligen AVUS-Rennstrecke, vorbei am Checkpoint Bravo und begaben uns auf die Rückfahrt ins beschauliche Gießen. An dieser Stelle noch einmal Danke schön an die Tutoren und Herrn Brökmann, unseren Busfahrer sowie alle Mitreisenden für die schöne Zeit.
Karsten Bocks, Tutorengruppe Rustige, 04.09.10
|