Gießener Anzeiger vom 05.10.2011
FFS-Schüler beim Gründer-Spiel vorn
Fabian Häger, Leonard Heerdt, Vladimir Lugov und Christian Philipp auf neuntem Platz - Sparkasse überreicht Preisgeld
GIESSEN (fod). Die Sparkasse Gießen hat die erfolgreichen lokalen Teilnehmer des Planspiels "Deutscher Gründerpreis für Schüler" ausgezeichnet.
Aus knapp 30 Gymnasiasten der Jahrgangsstufe elf der Friedrich-Feld-Schule (FFS) wurden für einige Monate Jungunternehmer. Mit der Gründung fiktiver Firmen stellten sie ihr wirtschaftliches Talent unter Beweis, entwickelten Produktideen, stellten Marktanalysen an und entwarfen einen Businessplan. Dank des "Deutschen Gründerpreises für Schüler", des bundesweit größten Existenzgründer-Spiels, ganz ohne finanzielles Risiko. Sonst aber so nahe an der Realität, wie es nur ging. Möglich machte dies die Sparkasse Gießen, die sich erstmals daran beteiligte. Leider sollte die FFS als einzige der Schulen in Gießen und Umgebung Interesse an einer Teilnahme zeigen.
Nachdem das im Dezember 2011 begonnene Planspiel zu Ende gegangen war, wurden nun die Preise vergeben.
Die jetzigen Zwölftklässler hatten sich ausgezeichnet geschlagen. Beleg dafür sind ein hervorragender 9. Platz in der Hessen-Wertung und gleichzeitiger 11. Platz im Gebiet des Sparkassen- und Giroverbandes Hessen-Thüringen für das siegreiche von sechs FFS-Teams, bestehend aus Fabian Häger, Leonard Heerdt, Vladimir Lugov und Christian Philipp. Die vier wurden für ihre Leistung und tolle Idee, die Entwicklung eines Systems für Fahrzeuge zur Verhinderung des Sekundenschlafs am Steuer ("Savety Seconds GmbH & Co. KG") mit 400 und 150 Euro ausgezeichnet. Die Preisgelder überreichten Christina Brückel, stellvertretende Leiterin der Sparkassen-Abteilung Unternehmenskommunikation, und Oliver Kimpel, Abteilungsleiter Gewerbekundencenter.
Weil dem siegreichen Team damit auch der Sprung unter die Top 300 in ganz Deutschland gelungen war, konnte Schulleiterin Annette Greilich weitere 500 Euro vom Sparkassen- und Giroverband als Schulsonderpreis entgegennehmen. Mit ihr freute sich Dr. Dieter Katz, FFS-Fachlehrer für Wirtschaftslehre, Rechnungswesen und Wirtschaftsethik und Projektleiter. Zudem erhielt jeder teilnehmende Schüler ein Zertifikat und einen Getränkegutschein.
Die Schüler hatten für ihre Unternehmensgründung verschiedene Aufgaben zu bewältigen. Durch Kooperationen mit realen Firmen wie auch der Sparkasse Gießen und der Gemeinde Biebertal bauten sie Schritt für Schritt ihre Unternehmen auf, die sich unter anderem mit Themen wie seniorengerechtem Wohnen, Computersoftware oder Rollstuhlhilfen befassten und sogar mit einer Seite im Internet präsentiert werden mussten.
"Sie haben bei diesem Spiel gelernt, dass man viele Fehler machen kann", bilanzierte Sparkassen-Mitarbeiterin Christina Brückel. Während ihr Kollege Oliver Kimpel die Realitätsnähe hervorhob: "Was Sie hier erlebt haben, passiert auch in der Realität. Nur geht es da noch viel härter zu." Beide kündigten an, dass bald die Ausschreibung für eine zweite Auflage des Planspiels erfolgen soll.
Lehrer Dieter Katz kündigte an, dass sich dieselben FFS-Schüler gerne noch einmal beteiligen würden, "da man jetzt weiß, wo die Fehler gemacht wurden".







